Die Gartenstadt Hellerau


ist nach englischem Vorbild die erste Gartenstadt in Deutschland. Der Unternehmer Karl Schmidt, Inhaber der Deutschen Werkstätten (www.dwh.de), vertrat die Ideen der Reformbewegung und verband den Neubau des Produktionsstandortes mit der Errichtung einer Wohnsiedlung für seine Arbeiter. Häuser, umgeben von Gärten und frischer Luft, sollten den Bewohnern ein gesundes Lebensumfeld bieten. "Die Aue am Heller" so die Namensfindung von Schmidt, wurde 1909 gegründet und stellte die Einheit von Wohnen, Arbeiten und Kultur dar.

Für den Bebauungsplan der Gartenstadt war der Münchener Künstler Richard Riemerschmid (de.wikipedia.org/wiki/Richard_Riemerschmid), der zuvor schon wichtige und erfolgreiche Möbelentwürfe im Auftrag von Karl Schmidt gemacht hatte, neben anderen bedeutenden Architekten, Heinrich Tessenow, Hermann Muthesius, verantwortlich.. Von ihm stammen auch die Architekturentwürfe für die Gebäude der Deutschen Werkstätten, Teile des Kleinhausviertels und der Geschäftshäuser am Markt.

Musikpädagoge Emile Jaques-Dalcroze gründete hier eine Bildungsanstalt für Rhythmik und Bewegung im Festspielhaus (www.hellerau.org). Hellerau wurde damit zur Wiege des modernen Tanzes, Institut Rhythmik Hellerau e.V.
Zu Beginn der zwanziger Jahre war Hellerau zu einem Zentrum der Reformbewegung (gesunde Lebensführung) geworden. Heute ist Hellerau ein Flächendenkmal und beging sein 100 jähriges Jubiläum. Seit Mai 2012 ist die Gartenstadt Hellerau Kandidat für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste.

Führungen durch die Gartenstadt bietet Herr Fr.-Günther Rentzsch an:
g.rentzsch@rentzsch-architekten.de